(SYR) Shukree

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Wir haben Shukree als Zuschauer beim Winterwirbel 2016 in Hamburg kennen gelernt. Er kam mit einer gemeinsamen Freundin zusammen und hat bei uns couch gesurft. Shukree hat eigentlich nicht viel getanzt, obwohl es ein Balfolk-Festival war. Aber, wenn nach den Konzerten die Sessions los gingen, war er mit seiner Saz nicht mehr von der Bühne zu denken. Shukree kommt aus Syrien und beschreibt uns sein Land so:

 
Über welches Land schreibst du?: Kurdistan, genau genommen über den syrischen Teil. Da wurde ich nämlich geboren.

 

Was ist dein Lieblingsbuch?: Mem û zîn. Es ist von Ehmedê Xanî geschrieben und schon mehr als 300 Jahre alt. Es ist ein Drama, bei dem es um ein Liebespaar geht, die sich nicht treffen können.

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2. Was ist dein Lieblingslied?:

Ez şahim delala min von Nizamettin Aric

 
3. Was ist ein guter Film aus deinem Land?:

In meiner Landessprache heißt der Film „Bêkes“.

Aber in den deutschen Kinos ist er unter „Bekas“ rausgekommen. Hier ist ein Trailer.

 

 

4. Welches Essen aus deinem Land isst du am liebsten?:

Kufte û xewre (Kufta und Chura)

 

5. Mit welchem Satz/ Wort auf in deiner Sprache kann ein Reisender die Einheimischen beeindrucken?:

Zor sipas!

Auf Deutsch heißt es: “ vielen Dank!“

6. Warum sollen Menschen in dein Land reisen?: Es ist ein sehr schönes Land und hat sehr viele freundliche Menschen. Das Wetter hingegen ist eher moderat.

(SE) Tipps von Jonas und Henrik

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Das ist der Grund, warum Jonas vom normalen Jonas zum Großen Jonas geworden ist.

Die Eltern, Christine und Benni, sind vor einiger Zeit nach Schweden gegangen. Christine ist die Cousine von Anne und wir haben sie in Schweden besucht.
Die Kinder Henrik und Jonas sind hier geboren. Sie haben zwar deutsche Eltern, sind aber in Schweden geboren und somit waschechte Schweden. Deswegen zählen sie für uns auch als Lokals.

Zum Zeitpunkt der Befragung ist Henrik 6 Jahre und Jonas 3 Jahre alt.

Hier sind ihre Tipps:

 

1. Habt ihr ein Lieblingsbuch, beziehungsweise, welches Buch lest ihr gerade zum Einschlafen?

Henrick erzählt: „Jaaa, es ist Petterson und Findus ‚Ein Feuerwerk für den Fuchs‘. In dem Buch bauen Petterson und Findus ein Huhn aus einem Luftballon, damit der Fuch sich mächtig erschrickt, wenn er es beißt. Und Findus soll als Gespenst aus dem Baumhaus sausen und ein riiiesen Feuerwerk machen. Und dann kommt der Jäger, der…“

„psssssst….“, sagt der große Jonas. „Wir wollen den Leuten doch nicht zu viel verraten!“

2. Welches ist euer Lieblingslied?

Es ist :Du käre lille snickerboa

Lautsprachlich: Dü schäre lille nickebua

Titellied von Michel aus Lönneberga, der hier in Schweden in echt Emil heißt. Aber als das Buch heraus kam, gab es in Deutschland schon Emil und die Detektive. Deswegen musste man sich damals einen anderen Namen für den Figurenschnitzer ausdenken. Und was liegt da näher, als der sehr schwedentypische Name „Michel“. Eigentlich ist dieser Name überhaupt nicht schwedentypisch. Aber inzwischen hat sich so bei uns eingeprägt, dass man bei dem Namen Michel automatisch an den Jungen mit der Suppenschüssel auf dem Kopf denken muss.

https://www.youtube.com/watch?v=IVHkr4pGD0A

 

3. Gibt es einen Film oder eine Serie, die ihr gucken dürft?

Pippi Langstrumpf auf schwedisch jeden Sonntag abend

 

4. Was ist denn euer Lieblingsessen?

Da sich die beiden diesmal gar nicht einig sind, haben wir einfach beides aufgeschrieben:

 

köttbullar med stuvade makaroner:

 

und

 

Falukorv:

Benni erzählt, dass die Wurst laut Überlieferung aus Falun kommt. Die Stadt im 16. und 17. Jahrhundert eine Bergwerkstadt, wo viele deutsche Arbeiter gelebt haben. Damals gab es natürlich noch keine Stahlseile. Stattdessen wurden Lederseile hergestellt. Und zwar aus Ochsenhaut. Aus dem Fleisch wurde die „Schwedenwurst“ hergestellt.

 

5. Gibt es einen Satz, mit welchem man die Schweden beeindrucken kann?

Wenn man auf nordschwedisch zustimmt, muss man scharf die Luft zwischen den zusammengebissenen Zähnen einziehen, so dass ein Zischlaut entsteht.

oder

låt oss göra en fika

lautsprachlich: lot us joraen Fika

auf Deustch: Lass uns eine Kaffeepause machen

 

Aber Christine sagt, dass es eigentlich heißt: „Ska vi fika?“ und heißt so viel, wie: „Sollen wir eine Kaffeepause machen?“

 

6. Warum sollen die Menschen nach Schweden kommen?

Wegen unserer Natur und weil es hier so schön ruhig ist. Außerdem kann man ganz viel Angeln und sehr leckere Blaubeeren finden. Neulich mit Mama und Papa haben wir sogar Pfifferlinge im Wald gefunden. Dann gab es eine sehr leckere Pilzpfanne.

(UK) Iain

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Wir haben Iain auf der Burgbaustelle in Burgliebenau kennen gelernt. Er war dort ein Volunteer, der für mehrere Wochen für Kost und Logis dort mit angepackt hat. Iain war der Profi im Wändeeinreißen und dafür als Ausgleich den Putzmörtel an anderer Stelle wieder an die Wand „meditiert“.

1. What is your favourite book from an author from your country?

I don’t read book at all. But famous writers are Enid Blyton, Mary Shelly and Roald Dahl. Maybe, you could find some nice books, to show the people. *haha*
2. Which song or which band do you like the most?:

Of course it is Pink Floyd

 

3. Which movie from your country is your favourite?

Lock, Stock and Two Smoking Barrels. It is a movie about underground gangsters, who make a chace after diamonds.

 

4. What is your favourite dish?

My favourite dish is toat in the hole (auf deutsch: Kröte im Loch). It is very british.

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5. With which phrase could we surprise locals?

It is the word „woi“. It is some kind of youth language in the South West of Britain. It is a synonyme for happy/good/positive. A sentence could be: „You are looking woi tonight!“

 

6. Why should we travel to your country?

You shouldn’t, it is awful.

But let me think about the good sides of my town. You can do punting in Cambridge. It is stand-up-paddeling. We also have some very good drinking spots. There is the famous Cambridge University with some very nice colleges and the world famous library, but I’ve never seen it.

(BE) Frederik

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Wir haben Frederik, wie so viele auch, beim BalFolk-Tanzen kennen gelernt. Wir haben ihn zwar auf vielen Festivals kennen gelernt, aber es dauerte nicht lange, da hat er uns schon oft beim Folkstanzwirbel besucht. Er war immer ein verrückter Vogel, der bereit war große tänzerische Improvisationen auszuprobieren.

Auch Frederik hat sich bereit erklärt, an unserem Projekt teilzunehmen. Hier sind seine Tipps für Belgien.

1. What is your favourite book from an author from your country?:

There is a comicline I like the most. It is called „De boeboeks“ Pit en Puf van Marc de Bel.

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2. Which song or which band do you like the most?:

Elanor

https://www.youtube.com/watch?v=kHC02Pv62WA
3. Which movie from your country is your favourite?:

Les Barons

This movie is playing in belgium but it is french language.  Unfortunately I‘ ve found only a trailer with belgique subtitles. Maybe there is also a movie with english language.

https://www.youtube.com/watch?v=3xp2Q1F3bIs

4. What is your favourite dish?:

It is „Stoofvlees met Frieten“ (auf deutsch: Rindfleisch-Eintopf mit Pommfrites). My favourite way is to combine it with mayonaise.

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Hier haben wir ein Rezept gefunden für Menschen, die es nachkochen wollen.

http://www.kochbar.de/rezept/195445/Stoofvlees-met-frietjes.html

5. With which phrase could we surprise locals?:

Twee pintjes en ne cola, alstublieft.

Zwei Bier und eine Cola, bitte.

6. Why should we travel to your country/state/region?:

There are some cities you have to visit:

Gent: Nice old innercity, with a stronghold to get an overview of the city. Most things can be visited by feet.
Nice scottisch Pub with lots of whisky – Glenngarry (not easy to find)

Bruges: Of course you have to watch the movie „In Bruges“ (auf deutsch: “Brügge sehen und sterben”). There are plenty of websites where you can find the shooting-places. (Zum Beispiel hier: http://www.filmtourismus.de/brugge-sehen-und-sterben/)

Antwerp has nice museums too.

Diksmuide: To learn a bit about the belgian worldwar history it’s nice to visit the Flanders Fields museum in Diksmuide, together with ‚de dodengang‘ trenches. Diksmuide is western of Bruges.

But my favourite place is the sea. I like to have long walkaways on the beaches. There is not a single spot I could recommend. Just go there and feel the wind.
7. Do you have any other tipps for visitors of you country?

Hedre is one nice tip:

Use-IT Maps. https://www.use-it.travel/home
Different cities have a center where you can find maps with extra things to see.

(MY) Tipps von Ye

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Ye war unser zweiter Couchsurfer in Myanmar. Wir haben uns zweimal inMandalay getroffen – und ein drittes Mal in Bangkok. Der Zufall wollte es, dass er kurz vor unserem Rückflug nach Deutschland auch gerade dort war. Somit schloss sich der Kreis.
Wir haben die Chance genutzt, Ye im Lumpini-Park unsere sechs Fragen zu stellen.

Hier kommen seine Tipps für Myanmar:

 

1. Ye, was ist deine Lieblingsmusik?

Shwe Man Taung Yeik Kho von Ringo. Diese Musik kommt aus dem Film Tha Gyan Moe.

Man singt dieses Lied immer zum Wasserfest. Man kann  dieses Lied auch Wasserfestlied nennen.

 

2. Was ist dein Lieblingsbuch?

Ich glaube, ich habe kein Lieblingsbuch. Naja, vielleicht mein Deutschlehrbuch. Haha. Man muss dazu sagen, dass ich Deutschlehrer am Goethe Insitut bin🙂

3. Und was ist dein Lieblingsfilm aus Myanmar?

Tha Gyan Moe.

 

4. Welches burmesische Essen magst du am liebsten?

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Mont-hin-ngar ist mein Lieblingsessen.

Hier gibt es das Rezept: http://www.wutyeefoodhouse.com/en/?p=9

 

5. Mit welchem burmesischen Satz kann man Leute beeindrucken?

(Nga mee you) longyi tschaide. Es heißt: Ich mag dein Burmesisch. Vielleicht stimmt es gar nicht, aber davon sind die Burmesen auf jeden Fall beeindruckt.

 

6. Was würdest du sagen, warum sollten Menschen nach Myanmar kommen?

Natürlich ist Deutschland anders als Myanmar, vieles ist in Deutschland auf hohem Entwicklungsstand, z.B. das Gesundheitssystem oder das Bildungssystem. Aber ich glaube nicht, dass die Menschen glücklicher sind. Sicher begegnet man in meinem Land mehr freundlichen und zufriedenen Menschen als Deutschland. Glück kann man sich mit Wohlstand nicht kaufen.

(GE) Tipps von Merabi

 

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Merabi haben wir beim Folkstanzwirbeln kennen gelernt. Er kommt eigentlich aus Georgien, wohnt aber schon seit einigen Jahren in Hamburg. Merabi ist ein ganz besonderer Mensch. Er hat sich am Anfang sehr zurück gehalten und hat sich lange Zeit nicht getraut mitzutanzen. Stattdessen hat er sich an den Rand gesetzt und sich die wechselnden Formationen der Gruppen- und Kreistänze angesehen. Er wollte einfach nur zusehen. Inzwischen gehört er fest zum gewohnten Tanzinventar.
Merabi ist Künstler.
Lebenskünstler und aber auch einer, der es geschafft hat, über einen langen Umweg in Deutschland Kunst zu studieren. Das Schönste mit Merabi ist, an langen Abenden in der mobilen Sauna, der Zunderbüchse, über das Leben zu philosophieren.

Auch Merabi hat sich bereit erklärt, an unserem Projekt mitzumachen. Was er über sein Land zu erzählen hat, kann man hier lesen:
1. Was ist dein Lieblingsbuch?

Mein Lieblingsbuch ist „Der Recke im Tigerfell“.

Der Autor ist Shota Rustaveli.

Es gehört zum Weltdokumentenerbe, weil es schon so alt ist. Es beschreibt den Landesmythos von Georgien.

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2. Was ist dein Lieblingslied?

Suliko“ so heißt das Lied. Es ist ein altes Liebeslied, was von Akaki Zereteli geschrieben wurde. Es war das Lieblingslied von Josef Stalin. So alt ist das Lied schon.

 

3. Was ist ein guter Film aus deinem Land?

Ein guter Film ist „ცისფერი მთები ანუ ტიანშანი“ oder „Blue Mountains

Auf deutsch heißt der Film: „Eine unwahrscheinliche Geschichte“ Einen deutschen Trailer habe ich leider nicht gefunden.

4. Welches Essen aus deinem Land isst du am liebsten?

Natürlich das Käsebrot. Auf Georgisch nennen wir es „Imeretian Khachapuri“

Eigentlich esse ich alles andere aus Georgien auch sehr gerne :))

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5. Mit welchem Wort in deiner Sprache kann ein Reisender die Einheimischen beeindrucken?

Die Sprache ist so schwer, dass die Einheimischen sich freuen, wenn ihr z.B. nur „hallo“ auf Georgisch schafft. Gamarjoba heißt das Wort.

6. Warum sollen Menschen in dein Land reisen?

Na, weil das Land schön und die Natur sehr unterschiedlich ist. Es gibt alles, was man braucht. Von Meer bis Bergen ist alles vorhanden. Es ist wichtig, dass alles in der Nähe ist. Besonders das Essen ist sehr lecker.

Die Einheimischen sind sehr nett. Die glauben, dass ein Gast von Gott kommt oder geschickt wird. Also muss man ihm alles anbieten, was man hat.

Und oooh, manno, der Wein ist sooo toll.

Versucht einfach mit einem Einheimischen nach Georgien zu reisen oder versucht einfach mehr Kontakt mit den Einheimischen im Land zu haben, so kann man das Land viel besser kennenlernen.

Mitach-Aktion (English version)

Do you want to share your own insider tips with us? Something that does not appear in any travel guide?
Which movie shall we watch to catch the special scenery of your country? Which music will make us feel the rhythm of it? Which phrase can we learn in order to impress the locals that we will meet on our journey? And which food shall we definitely try once we are there?

We are happy about every recommendation. We will add some pictures and videos to your ideas and then send you a preview of the article before publishing it. If you would like us to post a link to your blog etc. please let us know.

Please give only one example for every question. It would be great if you could give us a short explination why this one is your favourite so that this is a very personal impression.