(MY) Tipps von Ye

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Ye war unser zweiter Couchsurfer in Myanmar. Wir haben uns zweimal inMandalay getroffen – und ein drittes Mal in Bangkok. Der Zufall wollte es, dass er kurz vor unserem Rückflug nach Deutschland auch gerade dort war. Somit schloss sich der Kreis.
Wir haben die Chance genutzt, Ye im Lumpini-Park unsere sechs Fragen zu stellen.

Hier kommen seine Tipps für Myanmar:

 

1. Ye, was ist deine Lieblingsmusik?

Shwe Man Taung Yeik Kho von Ringo. Diese Musik kommt aus dem Film Tha Gyan Moe.

Man singt dieses Lied immer zum Wasserfest. Man kann  dieses Lied auch Wasserfestlied nennen.

 

2. Was ist dein Lieblingsbuch?

Ich glaube, ich habe kein Lieblingsbuch. Naja, vielleicht mein Deutschlehrbuch. Haha. Man muss dazu sagen, dass ich Deutschlehrer am Goethe Insitut bin🙂

3. Und was ist dein Lieblingsfilm aus Myanmar?

Tha Gyan Moe.

 

4. Welches burmesische Essen magst du am liebsten?

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Mont-hin-ngar ist mein Lieblingsessen.

Hier gibt es das Rezept: http://www.wutyeefoodhouse.com/en/?p=9

 

5. Mit welchem burmesischen Satz kann man Leute beeindrucken?

(Nga mee you) longyi tschaide. Es heißt: Ich mag dein Burmesisch. Vielleicht stimmt es gar nicht, aber davon sind die Burmesen auf jeden Fall beeindruckt.

 

6. Was würdest du sagen, warum sollten Menschen nach Myanmar kommen?

Natürlich ist Deutschland anders als Myanmar, vieles ist in Deutschland auf hohem Entwicklungsstand, z.B. das Gesundheitssystem oder das Bildungssystem. Aber ich glaube nicht, dass die Menschen glücklicher sind. Sicher begegnet man in meinem Land mehr freundlichen und zufriedenen Menschen als Deutschland. Glück kann man sich mit Wohlstand nicht kaufen.

(GE) Tipps von Merabi

 

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Merabi haben wir beim Folkstanzwirbeln kennen gelernt. Er kommt eigentlich aus Georgien, wohnt aber schon seit einigen Jahren in Hamburg. Merabi ist ein ganz besonderer Mensch. Er hat sich am Anfang sehr zurück gehalten und hat sich lange Zeit nicht getraut mitzutanzen. Stattdessen hat er sich an den Rand gesetzt und sich die wechselnden Formationen der Gruppen- und Kreistänze angesehen. Er wollte einfach nur zusehen. Inzwischen gehört er fest zum gewohnten Tanzinventar.
Merabi ist Künstler.
Lebenskünstler und aber auch einer, der es geschafft hat, über einen langen Umweg in Deutschland Kunst zu studieren. Das Schönste mit Merabi ist, an langen Abenden in der mobilen Sauna, der Zunderbüchse, über das Leben zu philosophieren.

Auch Merabi hat sich bereit erklärt, an unserem Projekt mitzumachen. Was er über sein Land zu erzählen hat, kann man hier lesen:
1. Was ist dein Lieblingsbuch?

Mein Lieblingsbuch ist „Der Recke im Tigerfell“.

Der Autor ist Shota Rustaveli.

Es gehört zum Weltdokumentenerbe, weil es schon so alt ist. Es beschreibt den Landesmythos von Georgien.

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2. Was ist dein Lieblingslied?

Suliko“ so heißt das Lied. Es ist ein altes Liebeslied, was von Akaki Zereteli geschrieben wurde. Es war das Lieblingslied von Josef Stalin. So alt ist das Lied schon.

 

3. Was ist ein guter Film aus deinem Land?

Ein guter Film ist „ცისფერი მთები ანუ ტიანშანი“ oder „Blue Mountains

Auf deutsch heißt der Film: „Eine unwahrscheinliche Geschichte“ Einen deutschen Trailer habe ich leider nicht gefunden.

4. Welches Essen aus deinem Land isst du am liebsten?

Natürlich das Käsebrot. Auf Georgisch nennen wir es „Imeretian Khachapuri“

Eigentlich esse ich alles andere aus Georgien auch sehr gerne :))

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5. Mit welchem Wort in deiner Sprache kann ein Reisender die Einheimischen beeindrucken?

Die Sprache ist so schwer, dass die Einheimischen sich freuen, wenn ihr z.B. nur „hallo“ auf Georgisch schafft. Gamarjoba heißt das Wort.

6. Warum sollen Menschen in dein Land reisen?

Na, weil das Land schön und die Natur sehr unterschiedlich ist. Es gibt alles, was man braucht. Von Meer bis Bergen ist alles vorhanden. Es ist wichtig, dass alles in der Nähe ist. Besonders das Essen ist sehr lecker.

Die Einheimischen sind sehr nett. Die glauben, dass ein Gast von Gott kommt oder geschickt wird. Also muss man ihm alles anbieten, was man hat.

Und oooh, manno, der Wein ist sooo toll.

Versucht einfach mit einem Einheimischen nach Georgien zu reisen oder versucht einfach mehr Kontakt mit den Einheimischen im Land zu haben, so kann man das Land viel besser kennenlernen.

Mitach-Aktion (English version)

Do you want to share your own insider tips with us? Something that does not appear in any travel guide?
Which movie shall we watch to catch the special scenery of your country? Which music will make us feel the rhythm of it? Which phrase can we learn in order to impress the locals that we will meet on our journey? And which food shall we definitely try once we are there?

We are happy about every recommendation. We will add some pictures and videos to your ideas and then send you a preview of the article before publishing it. If you would like us to post a link to your blog etc. please let us know.

Please give only one example for every question. It would be great if you could give us a short explination why this one is your favourite so that this is a very personal impression.

Mitmachaktion

Möchtest du uns und anderen Lesern deine Innenseitentipps verraten? Etwas, das in keinem Reiseführer steht?
Mit welchem Film können wir uns auf dein Land vorbereiten, mit welcher Musik ins Fernweh-Schwärmen geraten? Welchen Satz sollten wir vor der Reise schon mal lernen, um die Leute zu beeindrucken, denen wir begegnen? Und was sollten wir unbedingt essen, wenn wir schon mal da sind?

Wir freuen uns über alle Tipps und sind auch für weitere Ideen (s. letztes Feld) sehr dankbar! Die eingesandten Tipps werden wir um Bilder, Videolinks usw. ergänzen und dir das Produkt unserer gemeinsamen Arbeit vor der Veröffentlichung zum Probelesen zuschicken. Falls du einen Blog o.ä. hast, was wir bewerben sollen, können wir das natürlich in dem Artikel verlinken.

Bitte schreib doch immer nur einen Lieblings… und wenn du magst, gerne noch eine Begründung, damit das ganze schön persönlich wird.

(VN) Tipps von Thanh

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Anne und Thanh kennen sich schon schon seit 2011. Damals war sie ihre Studentin an der USSH (University of Social Sciences and Humanities) in Ho Chi Minh Stadt. Sie hatten Deutsch- und Literaturseminare zusammen und haben bis zu Annes Abreise aus Vietnam viel gemeinsam erlebt. Inzwischen ist Thanh mit dem Studium fertig und arbeitet als freiberufliche Reiseleiterin. Auf unserer jetzigen Reise hat sie uns eine individuelle Tour ins Mekongdelta zusammen gestellt und uns drei Tage lang begleitet. Thanh kennt sich gut mit der Kultur Vietnams aus und spricht sehr gut Deutsch, also wenn ihr Lust auf eine kompetente, freundliche Reiseleiterin habt, dann nehmt doch vor eurer Reise schon Kontakt zu ihr auf:

Thanh bei Facebook: https://www.facebook.com/thanhnnbhcm
Thanhs e-Mail: thanhnnbhcm@gmail.com
Thanhs Handynummer: +84 (0)932093165

 

Und hier kommen Thanhs Tipps zur Vorbereitung auf Vietnam:

1. Was ist dein Lieblingsbuch?

Mein absolutes Lieblingsbuch ist dieses:

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Auf Deutsch heißt es: Frauen trinken Tee. Leider gibt es davon keine Übersetzung. Das ist schade, denn es ist so toll – ich könnte es jeden Monat nochmal lesen! Es geht darum, was vietnamesische Frauen tun sollten, nachdem sie geheiratet haben.

2. Was ist dein Lieblingslied aus Vietnam?

Y.Ê.U von MIN. yêu (geprochen: iju) bedeutet Liebe.
Vor allem die Akustik-Version ist sehr schön:


3. Hast du einen vietnamesischen Lieblingsfilm?

Ja, Touch. Er handelt von einem ausländischen Mechaniker, der sich in eine vietnamesische Frau verliebt. Aber er ist verheiratet. Der Film ist wirklich gut, obwohl er nicht so bekannt ist. Ich habe ihn einmal im Kino gesehen und wollte mir danach die DVD kaufen, aber leider habe ich sie nicht gefunden.
Online gibt es aber einen Trailer:

 

4. Wichtige Frage für einen Vietnamesen: Was ist dein Lieblingsessen?

Oh ja, sehr wichtige Frage! Es gibt so viel gutes Essen hier. Richtig lecker ist Lẩu dê (gesprochen: lou jä). Es ist Hotpot mit Ziegenfleisch! Köstlich!

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5. Welchen Satz sollte man als Reisender können, um sich sofort gut mit den Einheimischen zu verstehen?

1 2 3 dô! (gesprochen: mot hai ba jooouh!) – Das ist unser Trinkspruch. Auf Deutsch heißt es so viel wie: 1, 2, 3 Prost! Wahrscheinlich hört man diesen Spruch abends an jeder Ecke. Und
wenn man ihn mitrufen kann, ist das sehr verbindend.

6. Letzte Frage: Warum sollte man auf seiner Asienreise unbedingt nach Vietnam kommen?

Wir haben viele schöne Sehenswürdigkeiten und Landschaften. Wir haben verschiedene Kulturen, was auch sehr interessant ist. Unser Land ist sehr vielfältig. Außerdem ist der Mentalitäts-Unterschied zwischen Nord- und Süd-Vietnam lustig. Man sollte das ganze Land bereisen, um das zu merken. Und natürlich sind wir bekannt für unsere Esskultur. Vor allem die Straßenküchen sind eine Reise wert.

Tipps von Rein

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Rein hat vor vielen Jahren begonnen, die Häuser aus Astrid Lindgrens Büchern im Kleinformat nachzubauen. Was als Spielidee für seinen Sohn Robert gedacht war, wurde bald ein richtiger Erfolg. Seit 20 Jahren kann man nun schon in Maditas Haus, in Bullerbü oder in der Villa Kunterbunt übernachten.
Neben dem Hotel gibt es einen Kanuverleih, von wo aus wir auf dem wunderschönen Fluss Stangan gepaddelt sind. Rein und Robert haben uns bezüglich unserer Route sehr kompetent beraten und hatten immer Zeit für ein paar nette Gespräche. Also haben wir auch Rein unsere sechs Fragen gestellt.

 

 

 

Hier geht’s zum Artikel:

https://tanzdurchschweden.wordpress.com/2016/09/09/tipps-von-rein/

 

(NL) Tipps von Joan

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Joan haben wir beim Tanzen kennen gelernt. Irgendwo, bei irgendwelchen Balfolkfestivals. Gesehen haben wir uns schon sehr oft. Wahrscheinlich auch schon miteinander getanzt, aber vorgestellt und bekanntgemacht wurden wir 2016 im Januar in Prag.
Hier kommen die Tipps von Joan zu den Niederlanden:

 

Über welches Land schreibst Du? 

Holland/die Niederlande. Was ist es jetzt eigentlich: Offiziell sind nur zwei der zwölf Provinzen Holland, aber „Die Niederlande“ hört sich schon ein bisschen zu überkorrekt an für mich, obwohl ich nicht aus einer der beiden Provinzen komme. Außerdem ist „Holland“ einfacher zu sagen als „die Niederlande“. Die Sprache ist Holländisch oder Niederländisch. In Flandern (Belgien) spricht man dann aber wieder Flämisch oder Niederländisch, aber bestimmt kein Holländisch!

 

1. Welches ist dein Lieblingsbuch?

Beim Lesen bin ich irgendwie bei den Kinderbüchern stecken geblieben, die sind aber genial.
Annie M. G. Schmidt ist die weitaus bekannteste Schriftstellerin von Kinderbüchern. Mit ihren Büchern ‚Jip en Janneke‚ haben schon einige Ausländer Niederländisch gelernt, weil die Sätze einfach sind.
Meine Lieblingsschriftstellerin ist Tonke Dragt. Welches Buch weiß ich nicht genau, vielleicht ‚De Zevensprong‚. Es handelt von einem Lehrer der Grundschule, der Geschichten erzählt und eine Kreuzung von sieben Wegen. ‚De Zevensprong‚ ist eigentlich ein holländisches Kinderlied/ein Kindertanz, der auch im Buch vorkommt.

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Auf Deutsch heißt das Buch:
Das Geheimnis des siebten Weges

 

2. Was ist dein Lieblingslied?

Obwohl man, glaube ich, eigentlich der Meinung ist, dass man einfach nicht auf Niederländisch singt, mag ich die Lieder von Boudewijn de Groot sehr. Seine besten Lieder sind aber schon aus den 60er und 70er Jahren, zum Beispiel ‚Verdronken vlinder‚:

 

3. Was ist dein Lieblingsfilm?

Gibt es gute niederländische Filme?? Hm, ‚Zwartboek‚ (Drama) vielleicht oder ‚Alles is liefde‚ (Komödie). Der letztere ist vielleicht nicht so sehr gut, aber interessant, weil es in ihm um das typische niederländische Phänomen vom „Sinterklaasfeier“ handelt.

 

4. Was ist dein Lieblingsessen?

Holländer können nicht kochen und so viel Traditionelles haben sie nicht, außer Andijviestamppot. Es ist ein Kartoffelbrei mit Endivie, den man warm isst. Das Rezept gibt es hier: http://holland-erfahren.de/blog/2009/andijvie-stamppot-rezept/

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Holländer haben aber die Tradition, Palatschinken (Pannenkoeken) mit allem Möglichen zu essen. Süß oder salzig: mit Zucker, Zimt, Käse, Schinken, Pilzen… Es lohnt sich, mal in ein Pannenkoekenrestaurant zu gehen und sich einen zu bestellen.

 

5. Einen Satz in deiner Sprache:

Het is een Nacht!

Ein erstaunter Ausruf: Das ist [ja] eine Nacht…!
und zugleich der Titel von dem Lied, welches alle Holländer auswendig mitsingen können 😉

 

6. Warum sollten Menschen nach Holland kommen?

Sollten sie nicht, die Niederlande sind nicht interessant. Wenn schon, in die West- oder Nordniederlande, um sich die absolut flache Fläche von Feldern anzusehen und die Kanäle mit ihren Häusern in Städten wie Amsterdam oder Utrecht.
Aber wenn sie dann doch gekommen sind, dann sollten sie sich ein Rad ausleihen und Radfahren. Das ist das echte Hollanderlebnis.

(CH) Tipps von Tobi

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Wir haben Tobi beim Folkstanzwirbel in Hamburg kennen gelernt. Jawohl, in Hamburg. Inzwischen ist es seine temporäre Wahlheimat.
Eigentlich hatte ihn eine gute Freundin beim Couchsurfen getroffen. Er war Gastgeber in der Schweiz und sie auf der Durchreise. Und da der Tobi manchmal ein verrückter Typ und ziemlich musik- und tanzbegeistert ist, hat er uns in Hamburg besucht. Dann wurde er besucht, dann hat er wieder besucht, dann hin und dann her und dann hat er sich dafür entschieden, in Hamburg zu wohnen. Er war beim Winterwirbel eine feste Größe und zusammen haben wir so einiges auf die Beine gestellt.

Er kommt jedoch ursprünglich aus der Schweiz. Auch er hat bei dem Projekt „Tipps von den Locals“ mitgemacht. Und zwar für die Schweiz.

1. Was ist dein Lieblingsbuch?

„Der neue Berg“ von Franz Hohler ist einfach schön!

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Etwas klassischer „Die schwarze Spinne“ von Jeremias Gotthelf.

Ganz allgemein kann ich Martin Suter sehr empfehlen. Da lernt man die eine oder andere Befindlichkeit der Schweizer kennen.

 

2. Was ist dein Lieblingslied?

Dynamit von Mani Matter oder

Bärndütsch von Götz Widmann. Er ist zwar in Heidelberg aufgewachsen, inzwischen aber Wahlschweizer. In seinem Lied thematisiert er das Mundartensongwriting. Wie er schon ganz richtig beschreibt, ist es für die Schweizer schwieriger einen schweizerdütsch sprechenden Hochdeutschen, als einen Hochdeutsch sprechenden Hochdeutschen direkt zu verstehen.

 

 

 

3. Was ist ein guter Film aus deinem Land?

Die Schweizermacher

 

4. Welches Essen aus deinem Land / deiner Region isst du am liebsten?

Gipfeli.

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5. Mit welchem Satz in deiner Sprache kann man einen Einheimischen beeindrucken?

Man spricht in der Schweiz auch so etwas wie Deutsch. Dies aber in ca.58 Dialekten, die sich gegenseitig nicht alle verstehen.

Man kann’s aber überall mit „Grüäzi/ Griässäch/ Tschou“ (so ähnlich, wie das „Moin“ der Norddeutschen) oder „Adiä“ (=Tschüss) versuchen.

 

6. Warum sollten Leute in dein Land / deine Stadt reisen?
Oh… Die Berge, die Berge. Mehr braucht’s nicht.